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Thema: Naturübungen
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28.01.2009, 19:04 #16
Auf den Oberlehrer-Ton (der sich durch das gesamt Posting zieht) geh ich gar nicht erst ein, sonst streiten wir wirklich. Versuch doch mal, etwas weniger belehrend aufzutreten - auch wenn es dein Job vielleicht irgendwie mit sich bringt.
Deine Frage im "Ausgangspost" war "Meine Frage also nun an euch: Welche Naturübungen kennt ihr?". Inwiefern ein Link zu einem TP, der nahezu ausschließlich solche Übungen enthält, am Thema vorbei gehen soll, erschließt sich mir nicht.
Den Bud Spencer Film kenne ich auch, und er ist wirklich unterhaltsam. Wenn du allerdings von "Buddys" Filmen auf die Realität schließt, hoffe ich, dass du noch niemanden einen Stuhl oder ein Stuhlbein auf den Kopf gedroschen hast...
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28.01.2009, 19:46 #17
Nun, woher nimmst du die Aussage, dass "nordische Babaren" etc unbedingt groß und breit gewesen sein müssen? Als historisch interessierter Mensch und Reenactor interessiert mich gerade hier die Quellenlage. Auch den Ausdruck "nordischer Barbar" zeugt (ohne dir persönlich nahe treten zu wollen) von einer gewissen Undifferenziertheit mit Blick auf die Geschichte. Weder sind alle Nordvölker gleich, noch sind Barbaren nur im Norden zu finden. Interessant wäre auch die Beleuchtung der ursprünglichen Bedeutung des Wortes Barbar.
Eventuell ist hier eher der Wunsch Vater des Gedanken?
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28.01.2009, 20:15 #18
*Lach* nein, ganz sicher nicht ^^
Die Filme sind ja gerade deswegen so unterhaltsam, weil sie maßlos übertreiben
Er fiel mir lediglich deswegen ein, weil es in dem Film darum ging, ohne Equip effektiv zu trainieren - was zwar sicher nicht soo einfach sein dürfte, wie es dort dargestellt wurde, aber zumindest die Idee wurde da verfilmt.
Den Link betreffend: OK.. nehmen wir ihn einfach als Hinweis auf die Grundübungen selbst, die in der Form, wie sie in dem Link behandelt werden, nur bis zu einem gewissen Grad effektiv sind.
Man müsste dann eben die Übungen entsprechend abwandeln, um weitere Leistungssteigerung zu erzielen.
@Hamonlinie:
Woher der Ausdruck "Barbar" stammt, darüber gibt es verschiedene Theorien. Die gebräuchlichste ist noch die, daß es der lautmalerischen Simulation der Sprache der "Barbaren" gewesen sei, die so Einzug in den Sprachgebrauch gehalten habe.
So wurden auch die Nordgermanen aus römischer Sicht als "Barbaren" angesehen - womit wir dann auch bei den Quellen der Vermutung über deren körperliche Ausmaße wären. Tacitus schrieb unter Anderen über die Germanen als robuste, ja gewaltige Krieger und den bewundernswerten Körpern derer, die da im Schlamm hausten.
Was die Wickinger angeht, so habe ich dazu keine speziellen Quellen, sondern sehe es lediglich als wahrscheinlich an, daß diese aufgrund der harten Lebensumstände wohl eine ähnliche "Unverwüstlichkeit" aufgewiesen haben dürften, wie die Germanen.
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28.01.2009, 20:25 #19
Ich denke, dass man vor allem bedenken sollte, dass zwischen "barbar" und "bodybuilder" ein Unterschied besteht. Der Bodybuilder formt wie der Name schon sagt den Körper und die Muskeln sind fast ausschließlich zur optischen aufwertung gedacht. Beim "barbaren" sind die Muskeln eher Mittel zum Zweck um den Umständen der Nahrungsbeschaffung und Kriegsführung zu dienen. Daher kann ich mir auch nicht vorstellen, dass irgendwelche Naturvölker jemals Wert darauf legten ob nun der Beinbizeps besonders ausgeprägt ist weil er bei diesen Tätigkeiten eher eine untergeordnete Rolle spielt. Ich möchte nicht bestreiten, dass es vielleicht auch damals schon eine art körperkult und gezieltes Training gegeben haben mag... doch kann ich mir diese Art der freizeitgestaltung in dem Leben eines Bauern oder Jäger, der wirklich von morgens bis abends arbeitet nicht vorstellen. Insofern sehe ich keinen Sinn darin Klimmzüge am Baum statt an der Stange oder mit Steinen statt Hanteln zu machen zumal da im Prinzip kein Unterschied besteht geschweige denn durch "fortschritt" etwas verschlechtert wird (vergleiche: Frische Nahrungsmittel früher - Tütensuppen und MCDoof heute)
Um noch etwas beizutragen: bei Klimmzügen könnte man sich mit irgendeiner art schnur irgendwelche schweren Sachen um die Hüfte binden um die Intesität zu erhöhenGeändert von Fleckenteufel (28.01.2009 um 20:28 Uhr)
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28.01.2009, 20:38 #20
also Barbar kommt aus dem griechischen!!
Barbar bezeichnete damals diejenigen Griechen (meist Bauern) die schlecht "hoch" griechisch sprachen....
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28.01.2009, 21:25 #21
Nun, gerade Tacitus ist ja für seine sehr polarisierende Sichtweise bekannt. Die germanischen Kulturen zu Zeiten des Römischen Reiches haben sicher nicht im Schlamm gelebt, was natürlich gewisse Rückschlüsse über den weiteren Erzählstil ziehen läßt.
Die übertrieben Darstellung der Germanen sind auch unter dem Gesichtspunkt der allgemeinen Schwarz-Weiß-Malerei der Römer zu sehen. Was mich interessieren würde wäre der Originaltext des von dir zitierten Ausspruchs, denn all zu oft hat sich ja das ein oder andere unverständliche oder mißinterpretierte Wort als Übersetzungsfehler heraus gestellt.
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28.01.2009, 21:56 #22
Moin Moin.
Als geschichtlich interessierter Mensch klinke ich auch mal ein.
Dass die "alten Germanen" große, Bärenstarke Muskelpakete waren ist ein Mythos. Unsere Vorfahren waren klein, sehr viel kleiner als heute. Aber: die Römer waren noch kleiner und die haben die Geschichte geschrieben. Und für den 1.51-Mann ist der 1.63-Typ ein Riese. In den Erzählungen werden die Germanen dann natürlich noch riesiger, erst recht wenn man gegeneinander gekämpft hat.
Zu den Muskelpaketen: nunja, harte Arbeit stärkt den Körper, die Ernährung war aber ziemlich armseelig. Der Großteil der Moorleichen wies einen Zustand von Mangelernährung auf. Keine Wildschweine sondern ein Brei aus Unkrautsamen waren das tägliche Brot. So wird niemand groß und stark.
(Ich kann wärmestens das Buch "Die ersten Deutschen: Über das rätselhafte Volk der Germanen von Siegfried Fischer-Fabian von Tosa" empfehlen. Ist aber dick und ausführlich. Als Lightlektüre: die aktuelle Ausgabe der Geo Epoche)
haben sicher nicht im Schlamm
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28.01.2009, 22:06 #23
Habt ihr nicht "Conan der Barbar" gesehen? Das ist ein echter Barbar für mich!
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28.01.2009, 22:26 #24Ich bin der festen Überzeugung, daß sich auch ohne jegliche Trainingsgeräte die gleichen Ergebnisse erzielen lassen, wie mit diesen.
Ansonsten wirkt Dein erhobener Zeigefinger recht Oberlehrerhaft, und ja ich gebe zu, ich mag Lehrer nicht allzusehr.
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28.01.2009, 22:44 #25
Solch "praktische Beispiele" wollte ich eigentlich in diesem Thread mit den daran interessierten gemeinsam erarbeiten - als Gedankenspiel - und nicht mit mehr oder weniger zynischen Moderatoren streiten.
Aber ich denke doch tatsächlich darüber nach, deine sicher nicht wirklich ernst gemeinte Herausforderung anzunehmen und einen solchen Trainingsplan für mich selbst umzusetzen.
Im Übrigen: I'm not sorry for what I am - Benutzerschulungen und Anwendungsdokumentation prägen nunmal einen gewissen Schreibstil.
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28.01.2009, 23:55 #26Aber ich denke doch tatsächlich darüber nach, deine sicher nicht wirklich ernst gemeinte Herausforderung anzunehmen und einen solchen Trainingsplan für mich selbst umzusetzen.
Grundsätzlich wären noch die Rahmenbedingungen zu klären, mir ist nämlich noch nicht ganz klar worauf du genau hinaus willst. Freie Übungen sind erlaubt, Übungen mit Hanteln und Geräten müssen durch primitive Naturmaterialien ersetzt oder im Zweifelsfalle weg gelassen werden?
Grundsätzlich ist Roberts Plan eine gute Grundlage, also eine Basis für Übungen mit dem Körpergewicht. Schwieriger wirds bei Isos. Für den Beinbizeps fällt mir jetzt sogar eine Übung ein, sie zu Beschreiben fällt mir aber schwer, also eine Zeichnung:
Kurzhanteln könnten durch Steine im Jutesatz ersetzt werden, man kann also nur den Hammergriff einsetzen. oder man versucht sich eine Art Kettlebells zu machen.
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29.01.2009, 00:19 #27
Herrlich
Du bist ein echter Künstler
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29.01.2009, 01:05 #28
AAAH der Skifahrer im Tiefschnee (nach dem Sturz
)
Stimmt.. das wäre eine extrem brutale Übung für den Beinbeuger..
Zu den Rahmenbedingungen:
"Alles" ist als Trainingshilfe "erlaubt", was man so üblicherweise finden kann, oder zuhause hat.
"Verboten" wären in diesem Test alle typischen BB-Hilfsmittel - Geräte sowieso.
Kniebeugen mit Zement-oder Kartoffelsäcken, oder "Kreuzheben" beim Versuch, das Auto des Nachbarn umzuschmeißen sind OK
(Frisch erlegte Wildschweine und umgestürzte Bäume, an denen man sich auslassen könnte, dürfte es heute wohl kaum noch geben)
Um nicht bei jedem Wetter in den Wald fahren zu müssen, denke ich, eine "indoor" Klimmzugstange dürfte als Ast gelten ^^
Schwierig wird's dann allerdings mit der Leistungsmessung
Any Ideas?Geändert von EctomorphExtrem (29.01.2009 um 02:05 Uhr)
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29.01.2009, 07:38 #29
Mit Verlaub, aber ich weiss nicht wirklich, was diese kulturgeschichtlichen Exkursionen nun tatsächlich mit dem heutigen BB zu zun haben?
Sicher mal eine interessante Anregung von ECTOMORPHEXTREM, aber ist es in diesem Bereich des Forums nicht ein wenig fehl am Platze?
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29.01.2009, 09:45 #30Versuch, das Auto des Nachbarn umzuschmeißen sind OK
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